1211 Wunder der Natur: Taubenschwänzchen

Seit einigen Jahren und in diesem Jahr verstärkt,  sehen wir sie regelmäßig im Garten - die Taubenschwänzchen.

Die Namensgeber von Insekten müssen meist betrunken gewesen sein. Es gibt so verrückte Namen, dass man an deren Verstand zweifeln muss. Hier beim Taubenschwänzchen ist das nicht anders. Diese wunderbaren, eigenständigen Wesen hätte einen eigenen Namen mehr als verdient. Sie sind unwahrscheinlich leistungsfähig: + Sie sind Schmetterlinge, obwohl sie als Nachtfalter geführt werden. + Sie besuchen pro Sekunde 2 Blüten (also rund 100 pro Minute) und trinken den Nektar. + Sie setzten sich nie auf die Blüten sondern schwirren wie Kolibris vor der Nahrungsquelle und schaffen es sogar, den Abstand bei böigem Wind gleich zu halten. + Sie können rückwärts fliegen. + Die Flügelspannweite beträgt 35 bis 50 mm und sie besitzen nur eine Masse von 0,3 Gramm. + Der Saugrüssel kann bis zu 30 mm lang sein. + Sie haben Facettenaugen mit einer dunklen Mitte, die fast wie eine menschliche Pupille aussieht. + Sie sind wahnsinnig schnell, rund 80 km in der Stunde. Wenn man sie mit der Kamera sucht, sind sie schon wieder weg. Man muss schon mit Gespür für die Richtungsänderungen daran gehen. Die Belichtungszeit der Kamera betrug 1/4000 Sekunde (!). Wenn sie an einem vorbeifliegen, kann das Auge kaum folgen. +Taubenschwänzchen können binnen 14 Tagen 3000 km zurücklegen. Die Frequenz der Flügel beträgt bis 90 Schläge pro Sekunde. + Ohne Fotokamera kann man keine Details erkennen - und mit einer Kamera wird man überrascht!

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